Sicherheit vor Schnelligkeit: SPD-Landratskandidat Roman Niederberger im Gespräch mit „Miteinand´ für Anger“ über Sicherheit an der Ortsdurchfahrung Aufham

17. Februar 2026

Eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h für die Ortsdurchfahrung Aufham: seit Jahren setzt sich die Gemeinde Anger für dieses Ziel ein und dafür streitet auch die Wählergruppe „Miteinand' für Anger“. Auf deren Einladung hat sich vor kurzem der SPD-Landratskandidat Roman Niederberger bei einem Ortstermin mit Vertretern der Wählergruppe von den erheblichen Gefahrenpunkten an der Staatsstraße 2103 im Bereich Aufham überzeugen können.

Miteinand für Anger Aufham
Schwerlastverkehr an schwieriger Stelle – Miteinand´ für Anger im Gespräch mit der SPD (von links nach rechts): Dieter Schaefer (Vorsitzender SPD Piding), Michael Prinz (Miteinand´ für Anger), Roman Niederberger (Kreisrat, SPD-Landratskandidat), Peter Maier, Bernhard Koch und Paul Wolfgruber (Gemeinderäte von Miteinand´ für Anger)

Die Angerer Gemeinderäte Bernhard Koch, Peter Maier und Paul Wolfgruber machten auf die Gefahrenstellen vor allem im Bereich des Altwirt in Aufham aufmerksam: an der Haltestelle für den Schulbus müssen täglich Schulkinder die Straße überqueren, um in den südlichen Ortsteil zu gelangen. Die Ausfahrt aus der Jechlingerstraße in die St 2103 ist ebenso unübersichtlich wie die Hausausfahrten aus den Anwesen 20 bis 22. Der Ausgang aus der Gastwirtschaft Altwirt führt unmittelbar auf den nur einen Meter breiten Gehsteig, der durch ein kurzes Geländer gesichert ist – der direkte Weg zum gegenüberliegenden Parkplatz ist mit einer sehr eingeschränkten Sicht verbunden. Hinzu kommt die enge Gestaltung des Gehsteigs auf der südlichen Straßenseite auf Höhe des Gasthofs Neuwirt, der für Menschen mit Kinderwägen oder Rollatoren deutlich zu schmal ist, führten die Gemeinderäte aus.

„Aus unserer Sicht sind die Voraussetzungen des § 45 Straßenverkehrsordnung gegeben: aus Gründen der Sicherheit können die Straßenverkehrsbehörden einschränkende Anordnungen wie eine Geschwindigkeitsbeschränkung erlassen“, waren sich die Vertreter von „Miteinand' für Anger“ einig. „Was in Laufen zum Schutz der Anwohner vor Lärm und Abgasen möglich ist, kann für Aufham nicht unmöglich sein“, stellte Bernhard Koch fest.

Große Versprechungen auf baldige Besserung wollte Roman Niederberger bei dem Ortstermin nicht machen. Der 53-jährige Regierungsdirektor aus Piding machte aber seine grundlegende Haltung deutlich: „Für mich geht Sicherheit vor Schnelligkeit“, deswegen werde er die Initiative der Gemeinde Anger im Rahmen des im Bereich des staatlichen Landratsamts rechtlich möglichen Rahmens definitiv unterstützen. Die Belange der Anwohner und der Verkehrssicherheit haben für ihn Vorrang vor dem Wunsch nach zügiger Geschwindigkeit.

Auch Alternativen zum Individualverkehr kamen bei dem Ortstermin zur Sprache: mit der Verbesserung der Busanbindung für die Gemeinde Anger habe sich die Mobilität ohne Auto bereits deutlich verbessert, berichteten die Gemeinderäte und erhoffen sich von der landkreisweiten Einführung eines Rubus-Systems eine weitere positive Entwicklung. Auf alle Fälle will man den gemeinde- und parteiübergreifenden Dialog für bürgerfreundliche Lösungen in der Verkehrspolitik auch nach der Kommunalwahl fortsetzen, erklärten die Teilnehmer zum Ende des Treffens in Aufham.

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